COPD Pflegegrad: So erhalten Sie Haushaltshilfe – Aktuelle Leistungen 2026 für COPD-Symptome und Stadien

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Erfahren Sie hier, welche tragende Rolle der Pflegegrad für Menschen mit COPD hat und wie dieser den Zugang zu wichtigen Entlastungsleistungen, wie beispielsweiser einer Haushaltshilfe ermöglicht. Eine professionelle Haushaltshilfe bietet nicht nur praktische Unterstützung im Alltag, sondern verbessert auch die Lebensqualität der Betroffenen, indem sie emotionale Entlastung und Fachwissen im Umgang mit der Erkrankung bereitstellt. COPD: Was ist das? COPD, was für „chronic obstructive pulmonary disease“ steht, bezeichnet auf Deutsch eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung. Es handelt sich hierbei um eine progressive, chronische Krankheit der Lunge und Atemwege, die nicht heilbar ist, aber durch geeignete Maßnahmen gelindert werden kann. Zu den häufigsten…

COPD und Pflegegrad: Haushaltshilfe bei chronischen Atemwegserkrankungen | Agentur für Haushaltshilfe
Inhaltsverzeichnis

Erfahren Sie hier, welche tragende Rolle der Pflegegrad für Menschen mit COPD hat und wie dieser den Zugang zu wichtigen Entlastungsleistungen, wie beispielsweiser einer Haushaltshilfe ermöglicht. Eine professionelle Haushaltshilfe bietet nicht nur praktische Unterstützung im Alltag, sondern verbessert auch die Lebensqualität der Betroffenen, indem sie emotionale Entlastung und Fachwissen im Umgang mit der Erkrankung bereitstellt.

COPD: Was ist das?

COPD, was für „chronic obstructive pulmonary disease“ steht, bezeichnet auf Deutsch eine chronisch-obstruktive Lungenerkrankung. Es handelt sich hierbei um eine progressive, chronische Krankheit der Lunge und Atemwege, die nicht heilbar ist, aber durch geeignete Maßnahmen gelindert werden kann. Zu den häufigsten Symptomen der Lungenkrankheit zählen Atemnot, chronischer Husten und eine erhöhte Schleimproduktion.
Diese Symptome können sich plötzlich verschlechtern, insbesondere nach Atemwegsinfekten, wie einer Bronchitis, was die Situation der Betroffenen erheblich erschweren kann. Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Behandlung sind entscheidend, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern und akute Verschlechterungen zu minimieren.

Ursachen für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

Die Ursachen und Risikofaktoren für COPD umfassen neben dem Rauchen auch das Passivrauchen, Umweltgifte, intensive Staubbelastung und genetische Faktoren. Wobei Rauchen der Hauptrisikofaktor für COPD bleibt, dazu zählt auch das Konsumieren durch E-Zigaretten. Eine frühzeitige Diagnose, eine gezielte Behandlung durch Medikamente und das Aufhören mit dem Rauchen können Verschlechterungen minimieren, das Fortschreiten der Krankheit verlangsamen und die Lebenserwartung und Beschwerden bei COPD verbessern.

Diagnose & Behandlung von COPD

Die Diagnose erfolgt mithilfe von Spirometrie, Lungenfunktionstests und Röntgen der Lunge. Bei der Spirometrie wird das Atemvolumen, welches in der ersten Sekunde bei maximaler Ausatmung abgegeben wird gemessen, bei dem Lungenfunktionstest kommt es zur Messung des Lungenvolumens und der Diffusionskapazität, also wie gut der Sauerstoff durch die Lungenbläschen ins Blut gelangt. Das Röntgen des Lungengewebes hilft dabei, Gewebe- und Lungenschäden zu erkennen. Bei Fortgeschrittener Krankheit lassen sich beispielsweise Emphysem durch das Röntgen erkennen.

Behandlung umfasst Medikamente (z. B. Bronchialerweiterer), Sauerstofftherapie und Lifestyle-Änderungen. Bei fortgeschrittener Erkrankung kann eine Lungentransplantation in Betracht gezogen werden.

Erste Warnzeichen von COPD: So erkennen Sie die Anfangssymptome

COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) zeigt erste Warnzeichen durch Schädigungen der Lungengewebe oft schon in einem frühen Stadium, die leicht übersehen werden. Besonders bei Rauchern oder Menschen mit Lungenerkrankungen sind diese Anzeichen entscheidend für eine frühe Diagnose. Hier die wichtigsten ersten Warnzeichen von COPD:

Chronischer Husten („Raucherhusten“)

  • Was es ist: Ein hartnäckiger Husten, der sich über Wochen oder Monate hinzieht und sich besonders morgens verstärkt.

  • Warum es wichtig ist: Viele Raucher und Raucherinnen ignorieren diesen Husten und tun ihn als „normal“ ab, doch er ist ein wichtiges Warnzeichen für COPD, besonders wenn er vermehrt mit Auswurf einhergeht.

  • Hinweis: Bei COPD tritt der Husten oft nach körperlicher Anstrengung auf (z. B. Treppensteigen).

2. Vermehrter Auswurf (Schleimproduktion)

  • Was es ist: Der Husten wird von gelblich-weißem Schleim begleitet („Auswurf“), der sich stetig verstärkt.

  • Warum es wichtig ist: Bei chronischer Bronchitis ist die Schleimproduktion ein klassisches Warnzeichen der Erkrankung.

  • Hinweis: Bei Rauchern kann der Auswurf auch durch Rauchpartikel gräulich verfärbt sein.

3. Leichte Atemnot bei geringer Belastung

  • Was es ist: Kurze Atemnot schon bei leichten Aktivitäten wie Gehen, Treppensteigen oder sogar beim Reden.

  • Warum es wichtig ist: Im frühen Stadium (GOLD 1) ist die Lungenfunktion noch gut erhalten, doch die Atemnot signalisiert eine beginnende Obstruktion der Atemwege.

  • Hinweis: Viele Menschen denken, es handle sich um „Alterserscheinung“, jedoch kann es sich hier auch um einen wichtigen Warnhinweis handeln.

4. Häufiges Schnarchen oder nächtliches Husten

  • Was es ist: Hustenattacken in der Nacht oder verstärktes Schnarchen aufgrund von Atemwegsverengungen und geringe Luft-Zufuhr.

  • Warum es wichtig ist: Zeigt, dass die Lungenfunktion auch während des Schlafes beeinträchtigt ist.

COPD GOLD Klassifikation – COPD Stadien

Die GOLD-Klassifikation (Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease) unterteilt die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) in vier Stadien, die auf der Schwere der Atemwegsobstruktion und der Lungenfunktion basieren, die durch die Ergebnisse der Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) bestimmt wird.

Diese Stadien sind:

GOLD 1: Leichte COPD

  • FEV1 (Forced Expiratory Volume in 1 second, also forciertes expiratorisches Volumen in einer Sekunde) ≥ 80 % des erwarteten Wertes.

  • Mögliche Symptome sind Husten und Auswurf, aber meist keine signifikante Atemnot.

GOLD 2: Moderate COPD

  • FEV1 ≥ 50 % und < 80 % des erwarteten Wertes.

  • Symptome wie Atemnot, besonders bei körperlicher Anstrengung, werden häufiger wahrgenommen.

GOLD 3: Schwere COPD

  • FEV1 ≥ 30 % und < 50 % des erwarteten Wertes.

  • Deutliche Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit aufgrund von Atemnot, häufige Exazerbation und eine Verschlechterung der Lebensqualität.

GOLD 4: Sehr schwere COPD

  • FEV1 < 30 % des erwarteten Wertes oder FEV1 < 50 % bei einigen Patienten mit chronischem respiratorischem Versagen.

  • Schwere Atemnot, erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität und möglicherweise lebensbedrohliche Komplikationen.

Zusätzlich zur Spirometrie sind auch Symptome, Exazerbation und die allgemeine Lebensqualität bei der Beurteilung und Klassifizierung der Schwere der COPD zu berücksichtigen. Die GOLD-Klassifikation soll helfen, die Erkrankung besser zu verstehen, zu behandeln und die Patientenversorgung zu optimieren.

Pflegegrad und seine Bedeutung für Menschen mit COPD

Der Pflegegrad ist eine Einstufung, der den Unterstützungsbedarf von pflegebedürftigen Personen beschreibt. Diese Einstufung ist nicht nur ein bürokratisches Instrument, sondern spielt eine zentrale Rolle dabei, den individuellen Hilfebedarf und die benötigte Pflege bei COPD zu ermitteln und die passenden Entlastungsleistungen zu erhalten. Besonders für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie COPD ist der Pflegegrad entscheidend, da er den Zugang zu wichtigen Unterstützungsleistungen im Alltag ermöglicht.

Was ist der Pflegegrad?

Der Pflegegrad wird anhand von verschiedenen Kriterien ermittelt, die den Hilfebedarf einer Person bewerten. Dabei werden sowohl körperliche als auch geistige Einschränkungen berücksichtigt, zudem wird der Krankheitsverlauf beachtet. Diese umfassende Bewertung stellt sicher, dass die individuellen Bedürfnisse der Betroffenen erkannt und angemessen berücksichtigt werden.
Der Pflegegrad ist somit der Schlüssel zu den notwendigen Entlastungsleistungen, wie Haushaltshilfen oder Unterstützung im Alltag. Für Menschen mit der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung kann dies bedeuten, dass sie Hilfe bei alltäglichen Aufgaben benötigen, um ihre Gesundheit und Lebensqualität zu erhalten.

Wie wird der Pflegegrad bei COPD ermittelt?

Die Ermittlung des Pflegegrads bei der Erkrankung der Atemwege erfolgt durch eine umfassende Begutachtung der individuellen Situation. Ein geschulter Gutachter besucht die betroffene Person und führt eine detaillierte Analyse durch. Hierbei fließen sowohl die physischen als auch die kognitiven Fähigkeiten in die Bewertung ein. Der Gutachter betrachtet Aspekte wie Mobilität, Selbstversorgung und soziale Kontakte. Diese gründliche Untersuchung ist entscheidend, um den tatsächlichen Unterstützungsbedarf festzustellen und sicherzustellen, dass die Betroffenen die notwendige Hilfe erhalten.

Welche Pflegegrade gibt es?

Es gibt fünf verschiedene Pflegegrade, die jeweils unterschiedliche Unterstützungsbedarfe abdecken. Diese Grade reichen von Pflegegrad 1 (geringer Unterstützungsbedarf) bis Pflegegrad 5 (schwerster Unterstützungsbedarf). Jeder dieser Grade hat spezifische Ansprüche auf Leistungen, die für Menschen mit COPD von Bedeutung sind. Während niedrigere Pflegegrade eher grundlegende Unterstützung abdecken, bieten höhere Grade umfangreichere Leistungen, die auf die komplexeren Bedürfnisse von Personen mit fortgeschrittener Erkrankung zugeschnitten sind. Die richtige Einstufung ermöglicht es Betroffenen und ihren Angehörigen, gezielt auf ihre Bedürfnisse einzugehen und geeignete Hilfen in Anspruch zu nehmen.

Welche Pflegestufe ist bei COPD möglich?

Bei einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) kann je nach Schweregrad der Erkrankung ein Pflegegrad von 1 bis 5 beantragt werden. Die Einstufung erfolgt durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MD) und hängt von der individuellen Beeinträchtigung der Selbstständigkeit und der Pflegesituation ab. Bei fortgeschrittener COPD, insbesondere in den Pflegegraden 3 bis 5, können umfassende Unterstützungsleistungen in Anspruch genommen werden.
Falls der Pflegegradantrag abgelehnt wird, oder Sie überzeugt sind, Ihnen oder Ihren Angehörigen ein höherer Pflegegrad zustünde, besteht die Möglichkeit, einen Widerspruch zu veranlassen – erfahren Sie hier mehr!

Pflegegrad bei COPD

Ein Pflegegrad kann beantragt werden, wenn die Selbstständigkeit einer Person eingeschränkt ist. Dies ist besonders relevant für Menschen mit chronischen Erkrankungen wie COPD. Die Ausprägung der Pflegebedürftigkeit kann dabei je nach Krankheitsstadium stark variieren. Es ist wichtig zu beachten, dass die Pflegekasse COPD-Patienten nicht automatisch einen Pflegegrad zuweist. Die wichtigste Voraussetzung für die Einstufung in einen Pflegegrad ist, dass die Einschränkung der Selbstständigkeit nachweisbar und dokumentiert ist. Eine sorgfältige Prüfung der individuellen Situation durch den medizinischen Dienst der Pflegekasse oder den medicproof bei privat Versicherten ist daher unerlässlich.

COPD Pflegegrad: Leistungen der Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung bietet COPD-Patienten eine Vielzahl von Pflegeleistungen, die darauf abzielen, den Pflegealltag zu erleichtern und die finanziellen Belastungen für notwendige Unterstützung abzumildern. Zu den verfügbaren Leistungen gehören Pflegegeld, Pflegesachleistungen, Kombinationsleistungen und der Entlastungsbetrag. Diese können genutzt werden, um verschiedene Dienstleistungen, wie beispielsweise eine Haushaltshilfe in Anspruch nehmen zu können.
Die Höhe dieser Leistungen ist direkt vom Pflegegrad abhängig, den der Patient erhält.

Haushaltshilfe als Entlastungsleistung

Haushaltshilfe stellt eine wichtige Unterstützung für Menschen mit COPD dar, um den Alltag zu bewältigen. Diese Entlastungsleistungen ermöglichen es Angehörigen und Betroffenen, sich auf die wesentlichen Aspekte der Pflege zu konzentrieren, während alltägliche Aufgaben wie Reinigung oder Einkaufen übernommen werden.
Durch die Inanspruchnahme von Haushaltshilfen kann sowohl die Lebensqualität der Betroffenen als auch die Belastung der pflegenden Angehörigen erheblich verbessert werden.

Aufgaben einer Haushaltshilfe

Zu den typischen Aufgaben einer Haushaltshilfe für COPD-Patienten gehören:

  • Reinigung der Wohnräume

  • Wäschepflege

  • Einkäufe und Besorgungen

  • Zubereitung von Mahlzeiten

  • Unterstützung bei der Körperpflege

Vorteile von Haushaltshilfen

Die Vorteile einer Haushaltshilfe sind vielfältig. Neben der offensichtlichen physischen Unterstützung bieten professionelle Kräfte auch Fachwissen im Umgang mit chronischen Erkrankungen wie COPD an. Sie sind geschult, spezifische Bedürfnisse zu erkennen und darauf einzugehen, was die Lebensqualität der Betroffenen erheblich steigern kann.

Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität: Die Dienste können je nach Bedarf angepasst werden. Ob stundenweise Unterstützung oder eine regelmäßige Betreuung – die Angebote sind vielfältig und können individuell gestaltet werden. Dies trägt dazu bei, dass sowohl die Bedürfnisse der Betroffenen als auch die ihrer Angehörigen berücksichtigt werden.

Zusätzlich hat die Inanspruchnahme einer Haushaltshilfe den positiven Effekt, dass pflegende Angehörige entlastet werden. Sie können sich auf andere wichtige Aspekte der Pflege konzentrieren oder einfach auch mal eine Auszeit nehmen, ohne sich um den Haushalt kümmern zu müssen.

Fachliche Kompetenz und individuelle Betreuung

Ein wesentlicher Vorteil von professionellen Haushaltshilfen ist deren umfassende Ausbildung und Erfahrung im Pflegebereich. Sie sind mit den Symptomen und Herausforderungen von COPD vertraut und können gezielte Unterstützung bieten. Dazu gehört nicht nur die Erledigung von Hausarbeiten wie Reinigung, Wäsche und Einkaufen, sondern auch die Unterstützung bei der Zubereitung von Mahlzeiten, die speziell auf die Ernährungsbedürfnisse von COPD-Patienten abgestimmt sind.

Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, die Symptome zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu fördern. Ansonsten können Haushaltshilfen auch bei der Organisation von Therapien oder Arztbesuchen helfen. Sie sind in der Lage, wichtige Informationen über den Gesundheitszustand des Patienten zu sammeln und diese bei Bedarf an Angehörige oder Fachkräfte weiterzugeben. Diese enge Zusammenarbeit zwischen Haushaltshilfe, Patienten und Angehörigen schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der sich Betroffene gut aufgehoben fühlen.

Emotionale Unterstützung und Entlastung

Neben der praktischen Hilfe spielt auch die emotionale Unterstützung eine zentrale Rolle im Alltag von Personen mit COPD. Die ständige Belastung durch die Erkrankung kann zu Stress und Isolation führen. Eine professionelle Haushaltshilfe kann nicht nur als praktische Hilfe fungieren, sondern auch als Ansprechpartnerin dienen. Durch regelmäßige Gespräche und soziale Interaktion wird das Gefühl der Einsamkeit verringert, was sich positiv auf die psychische Gesundheit auswirken kann.

Außerdem ermöglicht die Entlastung im Alltag den Angehörigen, sich auf andere wichtige Aspekte der Pflege zu konzentrieren oder einfach mal eine Auszeit zu nehmen. Dies trägt dazu bei, dass sowohl die pflegenden Angehörigen als auch die Betroffenen eine bessere Lebensqualität erfahren. Es ist wichtig zu betonen, dass die Unterstützung durch eine Haushaltshilfe nicht als Ersatz für familiäre Betreuung gedacht ist, sondern vielmehr als Ergänzung dient, um eine umfassendere Versorgung sicherzustellen.

Der Antragsprozess für Haushaltshilfe

Der Antrag auf Haushaltshilfe kann komplex erscheinen, ist jedoch gut strukturiert und nachvollziehbar. Um die benötigte Unterstützung zu erhalten, müssen Sie einige wesentliche Schritte befolgen.

Der Prozess beginnt in der Regel mit einer umfassenden Begutachtung Ihrer individuellen Situation durch einen Gutachter des medizinischen Dienstes. Dieser besucht Sie zu Hause und bewertet Ihren Unterstützungsbedarf in verschiedenen Bereichen, wie Mobilität, Selbstversorgung und sozialen Kontakten. Die Ergebnisse dieser Begutachtung sind entscheidend für die Festlegung Ihres Pflegegrads.
Sobald der Pflegegrad festgestellt wurde, können Sie die entsprechenden Entlastungsleistungen beantragen. Hierzu sollten Sie sich an Ihre Krankenkasse wenden. Es empfiehlt sich, im Vorfeld alle notwendigen Unterlagen bereitzuhalten, um den Prozess zu beschleunigen.

Dazu gehören unter anderem der Bescheid über den Pflegegrad sowie Informationen über Ihre gesundheitliche Situation und den damit verbundenen Unterstützungsbedarf.
Die Beantragung der Haushaltshilfe erfolgt in mehreren Schritten:

  1. Pflegegrad beantragen: Wenden Sie sich an die zuständige Pflegekasse oder Krankenkasse und fordern Sie eine Begutachtung an.

  2. Begutachtung abwarten: Ein Gutachter wird einen Termin mit Ihnen vereinbaren und Ihre Bedürfnisse vor Ort bewerten.

  3. Bescheid abwarten: Nach der Begutachtung erhalten Sie einen Bescheid über Ihren Pflegegrad.

  4. Antrag auf Haushaltshilfe stellen: Mit dem Bescheid über den Pflegegrad können Sie nun bei Ihrer Krankenkasse die Haushaltshilfe beantragen.

  5. Leistungen nutzen: Nach Genehmigung Ihres Antrags können Sie die angebotenen Dienstleistungen in Anspruch nehmen.
    Eine klare Kommunikation mit Ihrer Krankenkasse ist ebenfalls entscheidend. Halten Sie alle Gespräche schriftlich fest und bewahren Sie Kopien aller eingereichten Unterlagen auf. Dies kann Ihnen helfen, mögliche Missverständnisse zu klären und sicherzustellen, dass Ihr Antrag korrekt bearbeitet wird.

FAQ: COPD und Pflegegrad

Welche COPD-Symptome bedürfen einer Pflege?

Die entscheidenden Symptome, die eine Pflegebedürftigkeit bei COPD auslösen, sind:

  • Atemnot bei geringer Belastung (z. B. Treppensteigen, Spazierengehen), die das tägliche Leben stark einschränkt.

  • Chronischer Husten mit vermehrtem Auswurf (oft gelblich-weiß), der die Atemwege blockiert und zu Erschöpfung führt.

  • Müdigkeit aufgrund chronischer Atemnot, die die Fähigkeit zur Selbstversorgung (z. B. Zubereiten von Mahlzeiten, Körperpflege) beeinträchtigt.

  • Eingeschränkte Mobilität (z. B. nicht mehr allein einkaufen gehen können) aufgrund von Atemnot und Erschöpfung.

Diese Symptome führen dazu, dass Betroffene nicht mehr in der Lage sind, grundlegende Alltagsaufgaben allein zu bewältigen.

Wie beeinflusst COPD die Lebenserwartung?

Die Lebenserwartung bei COPD hängt direkt von der Frühdiagnose und der Therapie ab:

  • GOLD 1 (leicht): Mit frühzeitiger Diagnose und medizinischer Betreuung ist die Lebenserwartung nahezu normal (ähnlich wie bei nicht betroffenen Menschen).

  • GOLD 2–3 (mäßig bis schwer): Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme (Bronchialerweiterer) und Sauerstofftherapie kann die Lebenserwartung um 5–7 Jahre verbessert werden.

  • GOLD 4 (sehr schwer): Ohne intensive Pflege sinkt die Lebenserwartung stark.

Ist COPD tödlich?

COPD selbst ist nicht tödlich, aber unbehandelt kann es zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen:

  • Akute Exazerbationen (plötzliche Verschlechterung durch Infektionen)

  • Lungenversagen, wenn die Lungenfunktion stark sinkt.

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufgrund chronischer Sauerstoffmangel (Hypoxie).

 

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Dieser Artikel wurde am 04.03.2025 erstveröffentlicht und im September 2026 aktualisiert. 

jan kreutzmann autor agentur fuer haushaltshilfe

presse@agfh.de

Jan Kreutzmann ist Autor für die Themenbereiche „Wissen für alle“ und Ernährung bei der Agentur für Haushaltshilfe. Seit 2019 ist er Teil der AfH und übernimmt als Leitung der Teamkoordination eine zentrale Rolle in der Organisation und Begleitung der täglichen Arbeit.

Durch seine langjährige Erfahrung im Bereich Haushaltshilfe und Alltagsbegleitung von pflegebedürftigen Menschen kennt Jan Kreutzmann die praktischen Herausforderungen im Pflegealltag aus erster Hand. Als Sportler beschäftigt er sich zudem intensiv mit gesunder Ernährung und einem aktiven Lebensstil. Dieses Wissen verbindet er mit seiner beruflichen Erfahrung, um verständliche, alltagsnahe und vertrauenswürdige Inhalte für Angehörige, Pflegebedürftige und Interessierte bereitzustellen.

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