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Wochenbettdepression oder Baby-Blues?

Inhaltsverzeichnis

Wochenbettdepression oder doch nur ein Baby-Blues? Vor dieser Frage standen sicherlich schon einige frisch gebackene Mütter, denn eine depressive Phase nach der Geburt des Kindes kann jede treffen und tritt häufiger auf als man denken mag. Jedoch ist eine Unterscheidung dieser beiden Stimmungstiefs sehr wichtig, denn der Baby-Blues verschwindet nach einigen Tagen bis höchstens zwei Wochen wieder, während die Wochenbettdepression eine ernstzunehmende psychische Krankheit ist, die einer ärztlichen Behandlung bedarf und sogar medikamentös behandelt werden kann.

 

Was ist eine Wochenbettdepression?

Eine Wochenbettdepression, auch postnatale Depression, ist eine nicht zu unterschätzende psychische Krankheit. Die Stiftung Gesundheitswissen sagt, dass zwischen vier und 13 % der Mütter nach der Entbindung unter dieser Form einer Depression leiden. Meist tritt sie in den ersten zwölf Monaten nach der Geburt des Kindes auf und kann innerhalb von ein paar Monaten wieder abklingen, jedoch gibt es auch Fälle, bei denen die Schwangerschaftsdepression über ein Jahr anhält oder es immer wieder zu depressiven Phasen kommt. Ursachen dafür könnten bereits bestehende psychische Krankheiten, eine genetische Vorbelastung oder der starke Hormonabfall nach der Entbindung sein, jedoch sind diese noch nicht vollständig untersucht.

 

Wie die Wochenbettdepression behandelt wird, hängt immer davon ab, wie stark die erkrankte Person betroffen ist. Die Genesung wird meist mit einer psychotherapeutischen Behandlung und mit Medikamenten unterstützt, wobei der Arzt beachtet, ob die Mutter stillt. Um die Betroffene zu unterstützen, wird zudem empfohlen, dass die Therapie vor allem die Mutter-Kind-Beziehung stärkt und der/die Partner*in miteinbezogen wird.

 

Eine Depression nach der Geburt des Kindes kann eine neue Mutter stark belasten, da die Symptome für eine allgemeine Antriebslosigkeit sorgen. So können elterliche Aufgaben, wie das Begleiten in den Schlaf oder das Wahrnehmen von Kinderarzt-Terminen zu einer Herausforderung werden. Nicht nur, dass die Kraft fehlt diesen Aufgaben nachzugehen, sondern auch die eigenen Schuldgefühle, welche die Betroffene sich macht stellen eine starke Belastung dar.

 

Die Diagnose einer postpartalen Depression erfolgt über ein Gespräch. Wie auch bei einer Depression wird ein Arzt hinzugezogen, der die Beschwerden einordnet und eine Wochenbettdepression diagnostiziert.

 

Symptome: Wie erkennt man eine postpartale Depression und welche Anzeichen sollten beachtet werden?

Typische Anzeichen einer Wochenbettdepression sind:

  • Appetitlosigkeit
  • ein anhaltendes Stimmungstief
  • Gleichgültigkeit (gegenüber dem Baby und Dingen, die einem vorher Freude bereitet haben)
  • Ängstlichkeit, weil die Betroffene eventuell glaubt ihr Kind nicht versorgen zu können
  • Schlafstörungen
  • Selbstzweifel
  • Überforderung
  • Gereiztheit 
  • Hoffnungslosigkeit
  • niedriges Selbstbewusstsein
  • Gefühl das Leben nicht bewältigen zu können

Wichtig zu beachten ist, dass manche Symptome, wie Schlaflosigkeit und Gewichtsverlust typisch für das Wochenbett sind und nicht unbedingt auf eine Depression hinweisen.

 

Was ist Baby-Blues?

Baby-Blues ist die vorübergehende Stimmungsschwankung einer Mutter kurz nach der Geburt ihres Kindes. Sie werden umgangssprachlich auch als „Heultage“ bezeichnet, da es des Öfteren zu unkontrollierten Tränenausbrüchen kommen kann. Sie dauern meist nur wenige Tage bis höchstens zwei Wochen an und müssen nicht ärztlich therapiert werden. Die Symptome sind vergleichbar mit den Symptomen einer Wochenbettdepression. Die Betroffene fühlt sich niedergeschlagen, erschöpft und weinerlich. Der aktuelle Wissensstand weist darauf hin, dass der starke Abfall des Hormons Östrogen nach der Schwangerschaft für den Baby-Blues verantwortlich sein könnte. Sollten Ihre Symptome nach höchstens zwei Wochen nicht abklingen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, denn dann ist das Risiko an einer Wochenbettdepression erkrankt zu sein erhöht.

 

Was betroffene Mütter und Angehörige tun können?

Betroffene und Angehörige können sich über verschiedene Selbsthilfegruppen und Vereine, wie Schatten und Licht informieren. Zudem kann man sich bei verschiedenen Anlaufstellen, wie Hebammen, Krankenkassen, Gynäkologen, und Hausärzten melden. Diese können oft weiterhelfen und bei ersten Problemen eine Unterstützung darstellen. Dies kann für eine an Depressionen erkrankte Person eine große Hürde sein, weshalb es von großer Bedeutung ist, dass die Angehörigen und Partner*innen hellhörig werden und bei der Suche nach Unterstützung helfen oder diese sogar übernehmen.

Sätze wie:

  • Das Baby liebt dich. / Ich liebe dich.
  • Wir sind stolz auf dich.
  • Du bist stark.
  • Wie würde es dir jetzt besser gehen?

können der Betroffenen gut tun. Jedoch ist zu bedenken, dass Worte allein diese Krankheit nicht heilen werden.

 

Unterstützung für den Alltag bei einer Wochenbettdepression

Der Partner oder die Partnerin der frisch gebackenen Mutter sollten ein besonders offenes Ohr und viel Verständnis für die Betroffene haben. Es ist von großer Bedeutung, dass die Mutter sich gesehen fühlt und, dass eine enorme Sensibilität ihr gegenüber herrscht. Leider ist es oft so, dass schon kurz nach der Geburt der Partner oder die Partnerin wieder zur Arbeit gehen müssen, dies erschwert natürlich die allgemeine Situation für alle Beteiligten. Oftmals gibt es nicht die Möglichkeit, dass die Mutter sechs-acht Wochen (reguläre Zeit des Wochenbetts) unterstützt wird.

 

Auch bei Alleinerziehenden Müttern kann die Unterstützung von außen herausfordernd sein. Über die Agentur für Haushaltshilfe ist es Ihnen möglich eine Unterstützung im Alltag über die Krankenkasse zu finanzieren. Ist die Diagnose vom Arzt gegeben kann seit 2017 auch für psychische und kognitive Erkrankungen ein Pflegegrad von der Pflegeversicherung vergeben werden. Mehr zum Thema Haushaltshilfe in und nach der Schwangerschaft, erfahren Sie hier.

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