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Wissenswertes zur Patientenverfügung

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Was ist eine Patientenverfügung?

Mit zunehmendem Alter besteht die Gefahr, dass Sie nicht mehr selbst entscheiden können, welche medizinischen Maßnahmen notwendig sind. Eine schriftliche Patientenverfügung stellt sicher, dass Ihr Wille umgesetzt wird, auch wenn Sie sich in der aktuellen Situation nicht mehr äußern können.

Patientenverfügungen sind nicht nur für ältere Menschen geeignet. Unerwartete Situationen am Ende des Lebens können in jedem Alter eintreten, daher ist es für alle Erwachsenen wichtig, diese Dokumente vorzubereiten.

Wenn Sie im Voraus planen, können Sie die von Ihnen gewünschte medizinische Versorgung erhalten, unnötiges Leiden vermeiden und den Betreuern in Krisen- oder Trauersituationen die Entscheidungsfindung abnehmen. Sie tragen auch dazu bei, Verwirrung oder Meinungsverschiedenheiten über die Entscheidungen zu vermeiden, die Sie in Ihrem Namen treffen möchten.

Eine Patientenverfügung ist ein schriftliches, rechtsgültiges Dokument, in dem Sie festlegen, welche medizinischen Behandlungen Sie wünschen und welche nicht, um Sie am Leben zu erhalten, sowie Ihre Präferenzen für andere medizinische Entscheidungen wie Schmerzbehandlung oder Organspende.

Ihre Patientenverfügung tritt erst dann in Kraft, wenn Sie selbst einwilligungsunfähig sind. Diese liegt z.B. bei Bewusstlosigkeit oder eines schweren Krankheitsverlaufes vor. Eine Patientenverfügung würde z.B. bei unerwartetem Verlauf einer Operation eintreten.

 

Über welche Maßnahmen können Sie verfügen:

Sie können in einer Patientenverfügung für den Fall Ihrer Einwilligungsunfähigkeit die Beendigung bzw. Unterlassung von intensivmedizinischen Maßnahmen einfordern, so z.B. das Unterlassen einer künstlichen Beatmung. Darüber hinaus Sie auch auch bestimmte Arten der Behandlung verlangen, sofern diese angezeigt sind (z.B. Behandlung nach palliativmedizinischen Grundsätzen). Auch Angaben zur Organspende oder zum gewünschten Ort der Unterbringung u.v.m. sind in einer Patientenverfügung richtig aufgehoben.

Oft wird die Frage gestellt, ob es nicht auch möglich ist, für bestimmte Krankheitssituationen einzufordern, dass ein von mir dabei empfundenes Leiden aktiv beendet werden soll. Dies ist mit einem klaren „Nein“ zu beantworten, denn das wäre die Aufforderung zu einer Straftat, die als „Tötung auf Verlangen“ einen Tatbestand laut Strafgesetzbuch darstellt.

Liegt keine Patientenverfügung vor oder sind die Festlegungen in einer Patientenverfügung zu unkonkret oder allgemein, entscheiden die Vertreterin oder der Vertreter gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt auf der Grundlage des mutmaßlichen Patientenwillens über die anstehende Behandlung. Können sich – bei besonders folgenschweren Entscheidungen – Vertreterin oder Vertreter und die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt nicht darüber einigen, ob die beabsichtigte Entscheidung auch tatsächlich dem Willen der betroffenen Patientin oder des Patienten entspricht, muss die Vertreterin oder der Vertreter die Genehmigung des Betreuungsgerichts einholen.

 

Im folgenden Abschnitt beantworten wir die wichtigsten Fragen:

 

Warum brauche ich eine Patientenverfügung?

Eine Patientenverfügung ist immer freiwillig und besteht aus den Wünschen zur medizinischen Behandlung falls Sie sich im Notfall nicht selbst dazu äußern können. Liegen Sie etwa nach einem Unfall oder Schlaganfall im Koma, steht in der Patientenverfügung, ob Sie in jedem Fall künstlich beatmet oder ernährt werden möchten oder nicht. Vor allem für die Familienangehörigen ist das im Notfall oft eine große Erleichterung – so müssen sie nicht für Sie über Leben und Tod entscheiden.

 

Ich möchte eine Patientenverfügung ausfüllen. Wo bekomme ich ein Muster?

Im Internet finden Sie zahlreiche Beispiele einer Patientenverfügung – auch direkte Formulare, die Sie sich kostenlos herunterladen können. Auf den meisten Seiten wird  umfassend erklärt, worauf Sie beim Ausfüllen achten sollten und wo die Unterschiede bei einer Vorsorgevollmacht und einer Patientenverfügung liegt.

 

Ich habe Angst, etwas falsch zu machen. Wer kann mir beim Ausfüllen helfen?

Lassen Sie sich beraten! Hilfe bekommen Sie zum Beispiel bei der Betreuungsstelle Ihres Wohnorts oder auch bei einem Anwalt, der sich auf Medizinrecht spezialisiert hat. Auch Ihr Hausarzt kann Sie beraten. Sprechen Sie unsere Helfer an, wir werden Sie entweder beraten oder an entsprechende Stellen verweisen.

 

Muss eine Patientenverfügung notariell beglaubigt werden?

Nein, generell brauchen Sie keinen Termin bei einem Notar, um Ihre Patientenverfügung beglaubigen zu lassen. Sollten Sie nicht unter beginnender Demenzerkrankung leiden, so ist eine notarielle Beglaubigung unnötig und erspart Ihnen Kosten.

 

Wo können Patientenverfügung hinterlegt werden?

Wir empfehlen Ihnen die Patientenverfügung an einem sicheren Ort zu hinterlegen und Ihre Angehörigen über diesen zu informieren. Sollten Sie einen Anwalt oder Notar mit der Erstellung der Patientenverfügung beauftragt haben, so wird häufig das „Zentrale Vorsorgeregister“ zur Registrierung Ihrer Patientenverfügung empfohlen. Im Notfall kann der behandelnde Arzt den Zugriff auf die Dokumente anfordern.

Seinen letzten Lebensabschnitt Zuhause zu verbringen, ist der Wunsch vieler älterer Menschen. Hier können wir Sie mit unseren Mitarbeitern unterstützen. Sprechen Sie uns an.

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