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Vorbeugung von Harninkontinenz

Der Verlust der Kontrolle über die Blase ist ein häufiges und peinliches Problem. Der Schweregrad reicht von gelegentlichem Urinverlust beim Husten oder Niesen bis hin zu einem so plötzlichen und starken Harndrang, dass man es nicht mehr rechtzeitig zu einer nahen Toilette schafft. Jetzt ganz schnell die gute Nachricht: Bei den meisten Menschen können die Symptome der Harninkontinenz durch einfache Änderungen der Lebensweise und der Ernährung oder durch medizinische Behandlung behandelt werden.

Meist beginnt eine Harninkontinenz mit dem tröpfchenweise ungewollten Abgang von Urin. Verantwortlich dafür sind die unterschiedlichsten Erkrankungen im engeren Umfeld der Harnblase. So unterschiedlich die Ursachen sind, gibt es auch verschiedene Formen der Harninkontinenz, die sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Ein Thema über das man ungern spricht. Und wenn, dann nur hinter vorgehaltener Hand, oder beim Arzt.

Arten der Harninkontinenz

Bei einer Harninkontinenz gibt es vier maßgebliche Arten. Dazu gehören die Belastungsinkontinenz, die Dranginkontinenz, die Überlaufinkontinenz und die funktionelle Inkontinenz. Schauen wir uns die verschiedenen Arten genauer an:

  • Belastungsinkontinenz – Urin tritt aus, wenn Sie durch Husten, Niesen, Lachen, Sport oder Heben schwerer Gegenstände Druck auf Ihre Blase ausüben.
  • Dranginkontinenz – Sie haben einen plötzlichen, starken Harndrang, gefolgt von einem unwillkürlichen Urinverlust. Möglicherweise müssen Sie auch in Nacht häufiger urinieren. Meist findet man die Ursachen bei einer leichten Erkrankung (eine Infektion). Oder sie wird durch eine neurologische Störung oder einer beginnenden Diabetes verursacht.
  • Überlaufinkontinenz – Weil sich Ihre Blase nicht vollständig entleert, leiden Sie unter häufigem oder ständigem Nachtröpfeln von Urin.
  • Funktionelle Inkontinenz – Eine körperliche Beeinträchtigung hindert Sie daran, die Toilette rechtzeitig aufzusuchen.

Sie sind nicht allein! Blickt man in Europa nur auf Deutschland reden wir von mehr als 5 Millionen Betroffenen. Harninkontinenz kann bei Frauen und Männern jeden Alters auftreten, kommt aber bei älteren Menschen häufiger vor. Die folgenden Punkte zeigen zuerst Anzeichen, woran Sie ein gesunde Blase erkennen gefolgt von Symptomen für ein mögliches Problem. Danach lernen Sie vorbeugende Tipps kennen, mit denen sich eine Harninkontinenz in vielen Fällen mildern oder gar verhindern lässt:

Anzeichen für eine gesunde Blase

Zu den Anzeichen einer gesunden Blase gehören:

  • Vier- bis sechsmaliges Urinieren pro Tag und einmal, oder gar nicht, in der Nacht.
  • Alles gut, wenn der Urin hellgelb ist. Ist der Urin dunkelgelb oder braun, deutet dies darauf hin, dass Sie zu wenig trinken.
  • Kein versehentliches Auslaufen.

Symptome für ein mögliches Problem

Jedes der folgenden Symptome kann auf ein Problem mit Ihrer Blase hinweisen. Wenn Sie eines dieser Symptome feststellen, oder wenn Sie sich Sorgen um Ihre Toilettengewohnheiten machen, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen oder mit einem Kontinenzberater sprechen.

  • Urin tritt ohne Ihr dazutun aus.
  • Nicht imstande, die Toilette rechtzeitig zu erreichen.
  • Mehrmals über den Tag kleine Mengen Urin absondern.
  • Häufiges Aufstehen in der Nacht, um Urin zu lassen.
  • Anlaufschwierigkeiten beim Starten des Urinierens.
  • Der Harnstrahl läuft nur mit Unterbrechungen.
  • Die Harnröhre sticht und brennt beim Urinieren.
  • Ein Gefühl, dass die Blase nach dem Urinieren nicht leer ist.
  • Plötzlich einsetzendes Bettnässen.

Prävention von Harninkontinenz

Um Harninkontinenz vorzubeugen, ist es wichtig, dass Sie:

  • Viel Flüssigkeit über den Tag trinken.
  • Auf eine gesunde Ernährung achten.
  • Körperliche Aktivitäten und Spaziergänge.

Genug Flüssigkeit zu sich nehmen

Anhand der Farbe des Urins stellen Sie fest, ob Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Wenn Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, sollte Ihr Urin hellgelb sein – mit Ausnahme des ersten Urins am Tag, der oft konzentrierter ist. Eine dunkelgelbe Farbe des Urins kann darauf hinweisen, dass Sie nicht genügend Flüssigkeit zu sich genommen haben. Denken Sie daran, dass einige Medikamente, Vitamine und Lebensmittel die Farbe des Urins beeinflussen können.

Dehydrierung kann zu Blasenreizung führen

So verhindern Sie Dehydrierung:

  • Trinken Sie auch mal ein Glas Wasser, ohne direkt Durst zu verspüren.
  • Trinken Sie täglich bis zu zwei Liter Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser.
  • Trinken Sie im Sommer oder nach körperlicher Anstrengung mehr Flüssigkeit.
  • Nehmen Sie kleine Schlucke und verteilen Sie Ihre Getränke gleichmäßig über den Tag.
  • Wasser ist die beste Flüssigkeit, um einer Dehydrierung vorzubeugen, aber auch Fruchtsaft, Tee, Kaffee, Milch oder Suppe können Flüssigkeit spenden.

Achtung! Schränken Sie den täglichen Konsum von kohlensäurehaltigen Getränken, Alkohol, Tee und Kaffee ein, da sie zu Blasenreizungen führen können.

Gute Toilettengewohnheiten trainieren

Gute Toilettengewohnheiten können helfen, Blasenprobleme zu vermeiden:

  • Gehen Sie zum Wasserlassen nur auf die Toilette, wenn Ihre Blase voll ist. Wenn Sie es sich zur Gewohnheit machen, nur für den Fall der Fälle zu urinieren, bringen Sie Ihrer Blase bei, den Harndrang zu signalisieren, wenn sie nicht voll ist.
  • Lassen Sie sich Zeit auf der Toilette. Lassen Sie den Urin in seiner eigenen Geschwindigkeit fließen. Benutzen Sie auf keinen Fall ihren Beckenboden, um den Urin mit Gewalt herauszudrücken.

Ein gesunder Lebensstil ist das A & O

Um Inkontinenz vorzubeugen, ist es wichtig, sich gesund zu ernähren, Sport zu treiben und sein Gewicht zu kontrollieren. Zu den Vorschlägen für einen gesunden Lebensstil gehören:

  • Halten Sie ein gesundes Gewicht! Übermäßiges Körperfett belastet die Muskeln des Beckenbodens. Nehmen Sie langsam und vernünftig ab, indem Sie Ihre Essgewohnheiten verbessern und regelmäßig Sport treiben. Wenden Sie sich für weitere Informationen an Ihren Arzt.
  • Verzichten Sie aufs Rauchen! Chronischer Husten aufgrund des Rauchens schwächt den Beckenboden und trägt zur Entstehung von Inkontinenz bei.
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